Warten, bangen, hoffen. Für ein Paar, das sich nach einem Kind sehnt, gehört das zum Alltag. Nicht viel anders geht es Elefanten-Vater Harald Schwammer und seinem Team. Doch nun gibt es Anlass zur Freude, denn es dürfte endlich wieder so weit sein: Nach Abu im Jahr 2002 und Mongu 2003, wird 2010 die nächste kleine, graue, dickhäutige Sensation das Licht der Welt erblicken. Die Elefantenkuh Numbi aus dem Tiergarten Schönbrunn trägt aller Voraussicht nach ein Baby in sich. Und trotzdem bleibt das Quäntchen Restunsicherheit, ob es tatsächlich wahr ist, denn „der Embryo sitzt schon so tief im Körper der Mutter, dass wir ihn mit Ultraschall nur schwer erreichen können“, erklärt Schwammer, Vizedirektor im Tiergarten Schönbrunn. Numbi ist vor eineinhalb Jahren im Zoo Wuppertal (D) gedeckt worden, nach knapp zwei Jahren Tragezeit sollte das Junge im Herbst zur Welt kommen. „Es schaut gut aus, weil einige Zeit früher gedeckte Kühe in Wuppertal auch trächtig sind“, gibt sich Schwammer zuversichtlich. Wenn der Progesteron-Spiegel im Sommer konstant hoch bleibt, gibt es Gewissheit. Fällt er plötzlich ab, weiß man, dass die Geburt in den darauffolgenden Tagen über die Bühne gehen wird …
Von Agnes Gössinger